Was ist eine Pflegeberufekammer?

Die Pflegeberufekammer ist eine Selbstverwaltung der beruflich Pflegenden in Schleswig-Holstein. Sie wurde 2015 vom Landtag beschlossen. Mit dem Pflegeberufekammergesetz sind der Kammer nun vonseiten des Landes bestimmte Aufgaben gesetzlich übertragen, um die Belange des Pflegeberufs aus der Berufsgruppe selber zu regeln – ähnlich wie das auch bei der Ärztekammer der Fall ist. In Deutschland gibt es noch Pflegekammern in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Weitere Pflegekammern werden in Kürze in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hinzukommen.


Was macht eine Pflegeberufekammer?

  • Registrierung der Berufsangehörigen
  • Erlass einer Berufsordnung
  • Berufsaufsicht
  • Statistik und Erhebung von Strukturdaten
  • Weiterbildungsordnung
  • Abnahme von Prüfungen
  • Vergabe von Lizenzen und Zertifikaten (z. B. für Bildungsangebote)
  • Pflegerische Gutachten und Sachverständige
  • Beteiligung bei Gesetzgebung
  • Beratung

Quelle: dbfk.de


Was kann eine Pflegeberufekammer nicht leisten?

  • Sie ist nicht die Interessenvertretung und Stütze der einzelnen Pflegefachperson, wenn es Probleme und Konflikte im Beruf bzw. am Arbeitsplatz gibt.
  • Sie kümmert sich nicht primär um bessere Arbeitsbedingungen.
  • Sie ist nicht zuständig für die fachliche Weiterentwicklung.
  • Sie bietet keine Altersversorgung.
  • Sie verhandelt keine Tarife.
  • Sie führt keine Qualitätsprüfungen in den Einrichtungen durch.

Quelle: dbfk.de


Warum kritisieren wir die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein?

Die Probleme in der Pflege löst die Pflegeberufekammer SH nicht. Die Pflegeberufekammer SH ist nur ein weiteres Kontrollorgan das weder für mehr Pflegepersonal noch für bessere Bedingungen in der Pflege sorgen kann.