Kay Christophersen
Aktuelles

Offener Brief an den Vizepräsidenten der PBK-SH Herrn Frank Vilsmeier

30.09.2020 –

Sehr geehrter Herr Vilsmeier,
vor 2 Tagen habe ich mich mit einem offenen Brief an die Präsidentin der PBK, Frau Drube gewendet. Ihre öffentlich geäußerten, geringschätzenden Kommentare über den Bildungsstand von Pflegefachkräften, ins besondere von Gegner der PBK, war für mich Anlass, sie zum Rücktritt aufzufordern. Die Reaktionen hier, innerhalb nur 2 Tage haben über 9000 Nutzer den Beitrag gelesen, 100 haben ihn geteilt, und die vielen Kommentare bestätigen meine Worte an Frau Drube.

Da ich kein Dementi ihrerseits wahrnehme oder gar eine Entschuldigung von Seiten des Vorstandes bezüglich dieser schweren Entgleisung der Präsidentin ausgedrückt wurde, unterstelle ich Ihnen, diese Meinung zu teilen. Wenn dem so ist, dürfen sie sich durchaus auch aufgefordert zum Rücktritt fühlen.

Doch ich wende mich auch an Sie aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgerichts Hannover vom 24.09.2020, in dem die PK Niedersachsen aufgefordert wurde, eine Pressemittleilung zur Mitgliederbefragung der PK NDS zu löschen. Als Begründung wurde die mangelnde Ausgewogenheit zwischen Befürworter und Gegner der Kammer genannt. Diese müsse alle Mitglieder in ihren Aussagen vertreten. (Az. 7 B 4667/20)

Dies sehe ich bei einigen Beiträgen der PBK ähnlich, und ich fordere sie auf diese Beiträge ebenfalls zu entfernen. Es handelt sich dabei um folgende Newsletter oder Pressemitteilungen:

  • 07.09.20 „PBK-SH zur Abstimmung zur Pflegekammer Niedersachsen“
  • 22.09.20 „NRW auf dem Weg zur Pflegekammer“
  • 25.09.20 „Petition zur Kammer gescheitert…“

Im letzten Beitrag beruft sich die PBK einseitig auf eine Petition, die in der Tat wenig Gehör erfuhr. Von der weitaus größeren Petition, die über 13.000 Unterschriften zur Abschaffung der PBK erbracht hat, haben sie sich nicht geäußert, auch dies ist eine einseitige Berichterstattung, die einem großen Teil der Zwangsmitglieder nicht gerecht wird.
Derartige Beiträge und Presseerklärungen führen sicher nicht zu einem geänderten Eindruck zur PBK SH. Wir Zwangsmitglieder fragen uns, warum sie uns nun so deutlich zeigen, dass wir ihnen egal sind, so werden sie mit Sicherheit bei der Mitgliederbefragung scheitern. Seit der Kammerversammlung sehe ich keine Bemühungen des Vorstandes, die Kommunikation zu verbessern, die Organisation zu optimieren und ein bessere Transparenz zu erreichen. Vielmehr schreibt und redet sich der Vorstand um Kopf und Kragen. Da können sie die Befragung auch sofort starten, das Ergebnis wird in jedem Fall eindeutig bleiben, nur dass wir dann nicht noch unnötig Beiträge ausgeben, ohne einen Gegenwert zu erhalten.

Ihrer Stellungnahme sehe ich gerne entgegen, wie sie mich erreichen, dürfte bekannt sein.

Kay Christophersen