Auch wenn die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein es gerne behauptet: Es geht bei der Ablehnung der Kammer vielen Pflegefachkräften nicht um das Geld!

Wir machen uns nichts vor: Soziale Berufe sind häufig schlecht bezahlt. Trotzdem hätten viele Pflegefachkräfte nichts gegen einen monatlichen Beitrag in Höhe von 10 Euro, wenn Sie eine Berufsvertretung hätten, die sich nachweislich für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter einsetzen würde. Durch regelmäßige Gehaltserhöhungen würden die Pflegekräfte die monatlichen 10 Euro (die übrigens in der Steuererklärung wirksam gemacht werden können) ganz schnell wieder raus haben.

Aber weder die Verhandlung um bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal (Mindestpersonalverordnung) oder gar die Vergütung sind die Aufgabe einer Pflegekammer, sondern die einer Gewerkschaft. Selbst wenn Sie sich dafür einsetzen wollten: Sie dürfen es nicht. Sie haben in erster Linie nur eine Aufgabe: Den pflegebedürftigen Menschen vor schlechter Pflege zu schützen. Und wer darf dafür bezahlen? Die Pflegefachkräfte. Klingt komisch, ist aber so.

Die Kammer hat ein Mitspracherecht in diversen Gremien, aber kein Stimmrecht. Mehr als Empfehlungen kann Sie nicht aussprechen. Was sie jedoch kann ist Statistiken und Strukturdaten erheben und die Kammer hat somit 2019 festgestellt, dass viele Pflegekräfte über 50 Jahre alt sind und bald in Rente gehen. Dies hat jedoch schon Kammergegner.de-Webmaster Kevin Damerow 2018 veröffentlicht anhand von Daten des statistischen Bundesamtes.

Das kann die Pflegekammer nicht leisten (Quelle: www.dbfk.de):

  • Sie ist nicht die Interessenvertretung und Stütze der einzelnen Pflegefachperson, wenn es Probleme und Konflikte im Beruf bzw. am Arbeitsplatz gibt.
  • Sie kümmert sich nicht primär um bessere Arbeitsbedingungen.
  • Sie ist nicht zuständig für die fachliche Weiterentwicklung.
  • Sie bietet keine Altersversorgung.
  • Sie verhandelt keine Tarife.
  • Sie führt keine Qualitätsprüfungen in den Einrichtungen durch.